Wohnberatung

Schwellenlose Wohnungen und Häuser sind komfortabel und bequem für Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation. Für hochaltrige Menschen und für Menschen mit Behinderungen sind sie notwendig, um selbstständig und selbstbestimmt zu wohnen. Leider fehlen auf dem Wohnungsmarkt häufig passende und bezahlbare Wohnangebote.

Aber vielen Menschen ist damit geholfen, wenn die vorhandene Wohnung/das Haus bequemer, sicherer und alltagstauglicher gestaltet wird. Wenn das nicht ausreicht oder ein Neuanfang gewünscht ist, kann ein Umzug in eine Wohnalternative sinnvoll sein. Wohnberatung unterstützt dabei, die passenden Entscheidungen zu treffen und sie auch umzusetzen.

Film über die Wohnberatung Link

Die Fachstelle für Wohnberatung im Niedersachenbüro möchte erreichen, dass allen Bürgerinnen und Bürgern eine qualifizierte und kostenfreie Wohnberatung zur Verfügung steht. Dazu bilden wir Wohnberaterinnen und Wohnberater in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen aus. Wir stellen viele nützliche Arbeitshilfen und Informationen zur Verfügung. Schauen Sie sich doch mal bei uns um!

Fortbildung Do, 31. Januar 2019
Finanzierungsmöglichkeiten für Wohnungsanpassung in Vechta mehr

Die Fortbildung findet von 10.00 bis 12.30 im Kreishaus in Vechta statt. Es werden Möglichkeiten zur Finanzierung von wohnumfeldverbessernden Maßnahmen vorgestellt und mit Fallbeispielen vertieft.

Anmeldungen bitte im Seniorenstützpunkt Vechta unter 04441/8983000 oder spn@landkreis-vechta.de


Veranstaltungsort

Vechta

Veranstalter

Niedersachsenbüro in Koop. mit SPN LK Vechta
Fortbildung Mi, 7. März, 2019
Zertifizierte Fortbildung zur Wohnberatung mehr

In der kostenpflichtige Fortbildung werden die Grundlagen zur Wohnungsanpassung, zu Wohnformen, zum gesamten Beratungsprozess sowie zur Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkbildung vermittelt. Die Fortbildung besteht aus einem Theorieteil mit 10 Unterrichtstagen, einem Praxisteil mit ca. 30 Stunden und zwei Abschlusstagen mit der Präsentation der Leistungsnachweise. Weitere Informationen finden Sie hier pdf


Veranstaltungsort

DRK Pflegezentrum am Listholze, Am Listholze 29, 30177 Hannover

Veranstalter

Niedersächsische Fachstelle für Wohnberatung
Fortbildung Donnerstag, 28. März 2019
Grundlagen der Wohnberatung mehr

Es wird ein Überblick über das Arbeitsfeld der Wohnberatung und die Zielgruppen der Wohnberatung gegeben. Weitere Informationen pdf


Veranstaltungsort

Hannover, Handelshaus

Veranstalter

Niedersachsenbüro

Anmeldung unter 0511-16591085 oder wohnberatung@neues-wohnen-nds.de

Alle Termine finden Sie hier

11. Niedersächsicher Fachtag "Wohnen im Alter" am 19. November in Nienburg

Am 19. November 2018 fand in Nienburg im WESERSCHLÖSSCHEN mit 130 Teilnehmenden der 11. Niedersächsische Fachtag Wohnen im Alter statt. Diesmal ging es um das Thema Wohnungsanpassung, Wohnberatung und bezahlbarer Wohnraum. Veranstalter waren der Landkreis Nienburg und das Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter.

Hier finden Sie die Vorträge und Hintergrundinformationen

Annette Brümmer: Stand der Wohnberatung in Niedersachsen pdf
Zusammenfassung Wohnberatung in Textform  pdf
Qualitätsstandards Wohnberatung pdf
Kostengünstiges Bauen und Vorausschauende Planung: Heike Böhmer, Institut für Bauforschung  pdf
Förderliche und hinderliche Rahmenbedingungen: Jörg Berens, Meravis  pdf
Resümee: Harald Künemund, Universität Vechta pdf

Bilder vom Fachtag Link
Einen Bericht über den Fachtag finden Sie unter  mehr

Nach Grußworten von Frau Sozialministerin Carola Reimann und Herrn 1. Kreisrat Thomas Klein erläuterte Herr Prof. Dr. Künemund, dass es in Niedersachsen viel zu wenig barrierefreie und bezahlbare Wohnungen gibt. Deshalb sei es so wichtig, dass der Wohnungsbestand an die veränderten Bedürfnisse, die mit dem Älter Werden einhergehen, angepasst werde. „Wohnberatung spielt dabei eine große Rolle. Aber die bestehenden Beratungsstellen, in der Regel bei den Senioren- und Pflegestützpunkten angesiedelt, haben oft zu wenig Zeit für diese wichtige Aufgabe. Da reicht auch das Ehrenamt nicht aus. Deshalb möchten wir erreichen, dass für die Wohnberatung zumindest eine Halbtagsstelle eingerichtet wird“ erläuterte Annette Brümmer vom Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter. Diese Einschätzung wurde in der anschließenden Diskussion, in der Wohnberaterinnen und Wohnberater ihre Arbeit vorstellten, bestätigt.

Nach der Mittagspause erläuterte Frau Dipl.-Ing. Heike Böhmer vom Institut für Bauforschung IFB in Hannover, dass mit guter Planung viele Barrieren im Wohnbestand mit vergleichsweise geringen Kosten abgebaut werden können. Jörg Berens, Architekt und Fachmann im Wohnungsunternehmen Meravis, beschrieb förderliche und hinderliche Rahmenbedingungen. Die Hürden seien  für viele Unternehmen so hoch, dass Fördermittel häufig gar nicht in Anspruch genommen werden.

In einer anschließenden Gesprächsrunde mit Vertretern berichtete Petra Wontorra, Nds. Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, von den Schwierigkeiten beeinträchtigter Menschen, eine bezahlbare barrierefreie Wohnung zu finden. Die geplante Gesetzesänderung der Niedersächsischen Bauordnung sei ein Schritt in die richtige Richtung, erläuterten Stefanie Nöthel von der Abtl. Städtebau und Wohnen des Landes und Hiram Kahler vom Verband der Wohnungswirtschaft Niedersachen-Bremen e.V.  Ab 2019 sollen im Neubau alle Wohnungen in Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen zukünftig barrierefrei erstellt werden und Aufzüge nachzurüsten sein. Dies löse jedoch noch nicht die Probleme in bestehenden Wohnungen, wo die meisten Menschen leben, merkte Rudi Knoll von der Architektenkammer an. Vorgestellt wurde auch das „Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen“. So sollen die Förderbedingungen des Landes verbessert und Kostensteigerungen beim Bau durch technische und fachliche Normen begrenzt werden.

Herr Prof. Dr. Künemund brachte bei seiner Zusammenfassung am Schluss noch einen wichtigen Aspekt ein: Es sei viel Öffentlichkeitsarbeit notwendig, damit alle, die an der Planung und am Bau beteiligt sind, die Barrierefreiheit auch umsetzen insbesondere dann, wenn es kostenneutral oder nur mit geringen Kosten umzusetzen ist

Flyer pdf

Kommunalbericht 2018 - Wohnberatung kann helfen, Kosten zu sparen

Laut Kommunalbericht 2018 werden sich die voraussichtlichen Bruttoeinnahmen der örtlichen Sozialhilfeträger für die Hilfe zur Pflege aufgrund der demografischen Entwicklung bis zum Jahr 2031 mehr als verdoppeln, wenn nicht die Zahl der Umzüge in stationäre Pflegeeinrichtungen reduziert wird. Angebote wie Wohnberatung, Nachbarschaftshilfe, Seniorenbegleitung und mehr können dazu beitragen, die häusliche Versorgung zu unterstützen und damit Kostensteigerungen entgegenwirken. Hier finden Sie den vollständigen Bericht Link.

Novellierung der Niedersächsischen Bauordnung zum 1.1.2019 - mehr barrierefreie Wohnungen

Am 1. Januar 2019 tritt das Gesetz zur Änderung der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) in Kraft. Damit erfolgt in weiten Teilen die Anpassung der NBauO an die Musterbauordnung. Demnach müssen (mit bestimmten Einschränkungen) in neu gebauten Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen alle Wohnungen barrierefrei sein. mehr

In der Begründung zum Gesetz wird auch definiert, dass die Erdgeschosswohnungen ohne Barrieren erreichbar sein müssen. Ein Aufzug muss nicht eingebaut werden, um das zweite Geschoss und weitere zu erreichen, aber er muss zumindest nachrüstbar sein. Das ist ein Fortschritt, löst allerdings noch immer nicht die Probleme im Bestand. Sie können die Änderungen im Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 12 vom 20. September 2018 nachlesen. Link

In Verbindung mit dem "Bündnis für bezahlbaren Wohnraum" in Niedersachsen ist davon auszugehen, dass die Zahl der bezahlbaren barrierefreien Wohnungen in der Zukunft ansteigen wird. Informationen zum Bündnis finden Sie hier Link

Mehr unter Aktuelles finden Sie hier

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